angle-left Nachhaltigkeit in Sondernutzungsplanungen

Leitfaden zum Thema «Nachhaltigkeit in Sondernutzungsplanungen»

Gemeinsam mit der Stadt St.Gallen und der Energieagentur St.Gallen erarbeitete das Netzwerk Nachhaltiges Bauen Schweiz (NNBS) einen Leitfaden für nachhaltiges Planen und Bauen auf der Stufe der Sondernutzungsplanung. Dieser zeigt die Wechselwirkung und den Handlungsspielraum zwischen dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) Hochbau und der Sondernutzungsplanung auf. Damit das Thema Nachhaltigkeit bereits in den frühen Planungsphasen berücksichtigt wird und stufengerecht einfliessen kann, werden für sämtliche Kriterien des SNBS Hochbau Empfehlungen für die Sondernutzungsplanung abgegeben. Dabei werden auch die Auswirkungen auf die Nachhaltigkeitsbewertung nach dem SNBS Hochbau dargelegt.

Ziel des Leitfadens ist es, dass Investoren, private Bauherren, Planungsbüros und die öffentliche Hand die Nachhaltigkeitskriterien nach dem SNBS Hochbau in Bezug auf die Sondernutzungsplanung frühzeitig einordnen und anwenden können. Die Auswirkungen auf die drei Nachhaltigkeitsdimensionen Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt sollen rechtzeitig erkannt und die Vorteile für nachhaltiges Planen und Bauern Planung genutzt werden.

Die nachfolgende Grafik zeigt die Einbettung des SNBS Hochbau und der Sondernutzungsplanung in die Leistungsphasen nach SIA.

Nicht alle Kriterien des SNBS Hochbau kommen im gleichen Ausmass auf der Stufe der Sondernutzungsplanung zur Anwendung. Grund dafür ist insbesondere die Bearbeitungstiefe, die mit dem Fortschreiten eines Projekts kontinuierlich zunimmt.

Der Leitfaden wurde im Spätherbst 2021 von der Energieagentur St. Gallen publiziert.

Download Leitfaden

Judith Rütsche, studierte Geografie, Stadt- und Regionalplanung sowie Wirtschaft und arbeitet heute als Abteilungsleiterin Raumplanung, Mobilität und Nachhaltigkeit bei der Gruner AG.

Judith Rütsche, studierte Geografie, Stadt- und Regionalplanung sowie Wirtschaft und arbeitet heute als Abteilungsleiterin Raumplanung, Mobilität und Nachhaltigkeit bei der Gruner AG.
Das NNBS schafft eine klare Definition des nachhaltigen Bauens in der Schweiz und stellt hierfür Mess- und Steuerinstrumente zur Verfügung.

Broschüre «Landkarte Standards und Labels des nachhaltigen Bauens»

Das NNBS präsentiert in einer neuen Broschüre eine Übersicht über Standards und Labels, die in der Schweiz für das nachhaltigen Bauen relevant sind. Dazu gehören nationale Angebote wie Minergie, SNBS, 2000-Watt-Areal oder SméO, aber auch internationale wie BREEAM, LEED oder WELL. Die Publikation dokumentiert die Schwerpunkte dieser Standards und zeigt, wie umfangreich sie die Nachhaltigkeit abdecken. Ebenfalls verglichen werden beispielsweise der Anwendungsbereich bezüglich Gebäudetypen und Nutzungen oder die Abdeckung in den SIA-Phasen. Zudem liefern Faktenblätter zu jedem Standard detaillierte Informationen in kompakter Form. Die Broschüre soll Bauherrschaften, Investorinnen, Entwicklern und Planerinnen helfen, den passenden Standard oder das passende Label für Bauvorhaben zu finden.

 

Überarbeitetes KBOB-Faktenblatt zum SNBS Hochbau

Seit Ende Mai 2021 liegt das überarbeitete KBOB-Faktenblatt zum SNBS Hochbau vor. Die Überarbeitung in Zusammenarbeit mit dem NNBS wurde nötig, weil der SNBS Hochbau seit Anfang Jahr als Version 2.1 vorliegt. Ziel ist, den Bauherrschaften und Planenden öffentlicher und privater Hochbauten einen einfachen Einstieg in den SNBS 2.1 Hochbau zu ermöglichen. Dazu werden die wesentlichen Aspekte anhand von kurzen Texten und Grafiken vorgestellt sowie die wichtigsten Hilfsmittel präsentiert.

Das neue Faktenblatt kann auf hier kostenlos heruntergeladen oder auch in gedruckter Form bezogen werden.

Nachhaltig, ganzheitlich und zeitgemäss bauen mit SNBS

Hohe Identifikation ist heute gefragt, gerade auch beim Wohnen: Mit der Zertifizierung SNBS nach dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz SNBS können Gemeinden bei Neubauten dem öffentlichen Leben neue Impulse geben.

Bestes Beispiel: der Oberhof im luzernischen Eschenbach.

Das NNBS stärkt die Zusammenarbeit von Wirtschaft, öffentlicher Hand, Bildung, Politik und Wissenschaft.

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